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Heute habe ich einen offenen Brief an die Mitglieder des Europäischen Parlaments geschickt in dem ich meine Meinung zur Einordnung der E-Zigarette ins Arzneimittelgesetz kundgetan habe.


Sehr geehrte MEP

Ich schreibe Ihnen heute als Bürger der EU ohne wirtschaftlichen Interessen an E-Zigaretten, ebenso wurde ich von keinem Händler zu etwas aufgefordert, ich habe mich aus reinem Eigennutz mit dem Thema beschäftigt, habe mich in die Vorgänge der EU eingelesen, mit den Gesetzen und Verordnungen beschäftigt...
Es geht immerhin um meine Gesundheit!

Sie sind mein Vertreter beim Rat der EU. Daher möchte ich Ihnen heute mitteilen, was ich an wissenschaftlichen Daten über die E-Zigarette gelesen und  gesammelt habe. Insgesamt umfasst mein Wissen weit über 130 Studien über das Thema Dampfen. Dieses Wissen wird mir niemand mehr nehmen können, auch wenn die EU das Dampfen unter dem Arzneimittelgesetz reguliert, und damit dem Dampfen wie wir es jetzt kennen ein Ende bereitet. Es hat dabei nichts mit der Gesundheit der Bürgern zu tun, sondern es geht dabei um die WHO. Eine Organisation, die ihre ideologischen Ziele über die Gesundheit der Menschen stellt. Denn sonst wäre Harm Reduction ein Thema dort, und würde hinter den idealistischen Werten, eine rauchfreie Welt zu schaffen, zurückstecken.

Es geht dabei um BigPharma, der die nachweislich wirkungslosen NRT Produkte ein Minusgeschäft einhandeln.

Es geht auch zu guter letzt um BigTobacco, die durch die Arzneimittelrichtlinie nachweislich geschützt wird. (http://www.thelancet.com/journals/lanres/article/PIIS2213-2600%2813%2970124-3/fulltext?_eventId=login)

Es ist unglaublich das sich der ENVI Ausschuß über die Bedenken des JURI hinwegsetzt. Dies kann ich nur als Formfehler entschuldigen, denn ansonsten müsste man dem kompletten ENVI Ausschuß vorwerfen, sich über geltendes Recht wissentlich hinwegzusetzen.

So hat beispielsweise der EUGH mehrfach entschieden, dass ein Heilmittel auch eine nachgewiesene Heilwirkung haben muss, damit es als Arzneimittel zugeordnet werden kann ((EuGH, Urteil vom 15. Januar 2009 - Rs. C-140/07 - Rn. 26 und 29; ähnlich bereits Urteil vom 15. November 2007 a.a.O. Rn. 61))

Welche wissenschaftlichen Nachweise gibt es über die E-Zigarette die eine Heilwirkung bewiesen haben?

Wenn sich also Volksvertreter vorsätzlich gegen geltendes Recht hinwegsetzen dürfen, wer will es dann dem Bürger verbieten einen Schwarzmarkt zu etablieren um dem entgegenzuwirken? (Artikel 20 GG)

Mir steht laut Grundgesetz ein Recht auf körperliche Unversehrtheit zu. Wenn Sie mir nun den Zugang zu Nikotin ohne gefährlichen Zusätzen verwehren, zwingen Sie mich wieder Tabakprodukte zu verwenden, welche erwiesenermaßen gesundheitsschädigend sind. Wenn es jetzt erwiesenermaßen eine weniger schädliche Alternative gibt, muss diese auch mindestens ebenso leicht verfügbar gemacht werden wie Tabakprodukte.

Wer übernimmt die Verantwortung wenn Dampfer durch eine zu strenge Regulierung wieder auf konventionelle Zigaretten umsteigen müssen weil Ihre gewohnte Kombination aus Akku und Verdampfer eine Arzneimittelzulassung nicht schaffen?

In allen Bereichen verfolgen wir das Prinzip der Harm Reduction. Warum wird es den Rauchern verweigert? Was wissen wir über die Nikotinsucht? Ist es wirklich eine Sucht oder doch nur eine schlechte Angewohnheit? Der Isralische Forscher Dr. Reuven Dar von der Universität von Tel Aviv hat eine mögliche Antwort gefunden: “Rauchen ist keine Sucht, sondern eine Angewohnheit“. Dieses Ergebnis hat er auch in seinem Buch “A Critique of Nicotine Addiction” veröffentlicht. In diesem Buch haben er und andere Wissenschaftler über 700 wissenschaftliche Veröffentlichungen und Bücher zu diesem Themengebiet erneut betrachtet, und kamen dabei zu folgendem Schluss: “Nach Betrachtung der Veröffentlichungen gibt es allen Grund die allgemein akzeptierte Theorie, dass Nikotin eine wichtige Rolle beim Zigarettenrauchen spielt, abzulehnen“.

Die E-Zigarette unterscheidet sich grundlegend von einer medizinischen Rauchentwöhnung. Hauptziel bei medizinischen Nikotinersatzprodukten ist jedoch seit 35 Jahren immer gewollter kompletter Stop vom Rauch/Nikotin/Ritual innerhalb eines Therapiezeitraumes.

Hierfür sind E-Zigaretten niemals gedacht und auch nicht beworben worden.

Das dauerhaft fortgesetzte Dampfen das evtl. ein bißchen schädlich sein kann, ist bei einem Genußmittel völlig legitim und genau dafür wurde die E-Zigarette geschaffen.

Im übrigen frage ich mich wie eine Tabakrichtlinie die Zuständigkeit auf ein Produkt ausweiten kann, welches angeblich ein Arzneimittel ist? Im übrigen hat der ENVI Ausschuß mit der Formulierung vorgeschlagen, auch Kartoffeln und andere Nachtschattengewächse als Arzneimittel einzuordnen. Ich bin gespannt was die Apotheken dazu sagen, wenn man dort demnächst Gemüse kaufen muss. Die einzig richtige Formulierung für die Tabakproduktrichtlinie wäre gewesen: E-Zigaretten und Zubehör sind keine Tabakprodukte und gehören in eine andere Richtlinie.

Eine Zuordnung als Lebensmittel/Genußmittel ist durchaus möglich, da ~98% der Inhaltsstoffe von Liquids bereits für Lebensmittel zugelassen sind (E1520, E422, Aromen). Das Nikotin muss lediglich reguliert werden, und zwar mit 24mg/ml, damit es einer Tabakzigarette gleichgestellt ist.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23778060

Wissenschaftliche Studien haben bisher keine Gesundheitsgefahr von E-Zigaretten gezeigt. Dies sind alles nur Vermutungen von selbsternannten Experten. Darum weise ich Sie als meinen Vertreter heute an, die TPD II im Europäischen Rat abzulehnen, bis die E-Zigarette und Nikotinhaltige Produkte, die keinen Tabak enthalten, komplett aus der Regelung entfernt wurden.

Ihr Auftrag ist die Gesundheit der Bürger, und darum sollten alle funktionierenden Alternativen zu Tabakprodukten, die gesundheitlich weniger bedenklich sind, gefördert und nicht behindert werden. Ansonsten rechtfertigen Sie bitte eine solche Einordnung auch durch wissenschaftliche Fakten. Welche konkrete Gesundheitsgefährdung liegt vor beim Konsum der E-Zigaretten? Ich erwarte Wissenschaftliche Studien die dieses auch belegen und keine Halbwahrheiten von selbsternannten Experten welche allerdings bestätigen das E-Zigaretten kein Arzneimittel sind „Für einen auf Dauer erfolgreichen Rauchstopp ist eine Verhaltensänderung nötig, die mit dem Konsum von E-Zigaretten aber nicht erreicht wird.“.

Durch Ihre Abstimmung entscheiden Sie über Millionen von Menschenleben. Handeln sie nach ihrem Gewissen, und nicht nach Lobbyinteressen

Ich werde diesen Text auch auf meiner Homepage http://vaping-star.de veröffentlichen, dort finden Sie auch eine Übersicht von 130 Studien zur E-Zigarette.




   


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